Pius Felder

P r a x i s     f ü r     K l a s s i s c h e     H o m ö o p a t h i e

Grundlagen der Klassischen Homöopathie

«Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt»

«similia similibus curentur»

Jeder Mensch ist einzigartig. Dem versucht die Homöopathie durch die Ähnlichkeitsregel gerecht zu werden, indem sie die Gesamtheit der individuellen, eigenartigen, körperlichen und mentalen Symptome eines jeden Patienten genau erkennt und eine denen möglichst entsprechende Arznei findet, die die Kraft besitzt, dieselbe Symptomatik beim gesunden Menschen hervorzurufen.

Zur Veranschaulichung ein einfaches Bespiel bei einer akuten Krankheit: Beim Zubereiten einer Küchenzwiebel, Allium cepa, z. B. läuft reichlich brennendes Sekret aus der Nase, das die Oberlippe schnell wund werden lässt. Man beginnt zu niesen, die Augen können tränen - im Freien wird alles besser. Leidet ein Patient an einem Schnupfen, der genau diese Beschwerden aufweist, wird die Behandlung mit dem homöopathischen Wirkstoff Allium cepa hilfreich sein.

Die Idee eines Simile-Prinzips lässt sich nicht allein auf Hahnemann zurückführen. Ansatzweise findet sie sich bereits in der Textsammlung Corpus Hippocraticum und den Schriften des Theophrast von Hohenheim (Paracelsus).

„Die Krankheit entsteht durch Einflüsse, die den Heilmitteln ähnlich wirken, und der

Krankheitszustand wird beseitigt durch Mittel, die ihm ähnliche Erscheinungen

hervorrufen.“

Hippokrates von Kos (460 v. Chr. – um 370 v. Chr.)

„Ähnliches wird durch Ähnliches behandelt und nicht Gegensätze durch Gegensätze.“

Theophrast von Hohenheim (Paracelsus) (1493–1541)

Weitere interessante Informationen erhalten Sie im Unterkapitel Geschichte.

Similia similibus curentur – Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.